ICD-10-GM 2026 Kode
F45.3
Somatoforme autonome Funktionsstörung
Einordnung in die Klassifikation
- Definition
- Die Symptome werden vom Patienten so geschildert, als beruhten sie auf der körperlichen Krankheit eines Systems oder eines Organs, das weitgehend oder vollständig vegetativ innerviert und kontrolliert wird, so etwa des kardiovaskulären, des gastrointestinalen, des respiratorischen oder des urogenitalen Systems. Es finden sich meist zwei Symptomgruppen, die beide nicht auf eine körperliche Krankheit des betreffenden Organs oder Systems hinweisen. Die erste Gruppe umfasst Beschwerden, die auf objektivierbaren Symptomen der vegetativen Stimulation beruhen wie etwa Herzklopfen, Schwitzen, Erröten, Zittern. Sie sind Ausdruck der Furcht vor und Beeinträchtigung durch eine(r) somatische(n) Störung. Die zweite Gruppe beinhaltet subjektive Beschwerden unspezifischer und wechselnder Natur, wie flüchtige Schmerzen, Brennen, Schwere, Enge und Gefühle, aufgebläht oder auseinander gezogen zu werden, die vom Patienten einem spezifischen Organ oder System zugeordnet werden.
- Inkl.
- Da-Costa-Syndrom
- Inkl.
- Herzneurose
- Inkl.
- Magenneurose
- Inkl.
- Neurozirkulatorische Asthenie
- Inkl.
- Psychogene Formen: Aerophagie
- Inkl.
- Psychogene Formen: Colon irritabile
- Inkl.
- Psychogene Formen: Diarrhoe
- Inkl.
- Psychogene Formen: Dyspepsie
- Inkl.
- Psychogene Formen: Dysurie
- Inkl.
- Psychogene Formen: erhöhte Miktionshäufigkeit
- Inkl.
- Psychogene Formen: Flatulenz
- Inkl.
- Psychogene Formen: Husten
- Inkl.
- Psychogene Formen: Hyperventilation
- Inkl.
- Psychogene Formen: Pylorospasmen
- Inkl.
- Psychogene Formen: Singultus
- Exkl.
- Psychische und Verhaltenseinflüsse bei anderenorts klassifizierten Störungen oder Krankheiten F54
Hinweis aus F45: Somatoforme Störungen
Für die Anwendung der Schlüsselnummer F45.41 sind die vorgenannten Kriterien nicht heranzuziehen. Für die Anwendung dieser Kategorie gelten die im Hinweistext der Schlüsselnummer aufgeführten Kriterien.